Herzlich Willkommen im Gasthaus zur Schmelz
 

 

2017

Ein herzliches Dankeschön an alle Gäste, die anlässlich unseres 250jährigen Jubiläums eine Spende an die Helfer vor Ort Mossautal getätigt haben. Mit eurer und unserer Hilfe wurde ein Defibrillator für die Mossautalhalle angeschafft!



Beitrag im Hessentipp vom 04. Dezember 2015


Der neueste Beitrag in Mein-Allergie-Portal vom 18.06.2013 

 

 

Und hier noch ein Link zu einem Beitrag in der hessenschau vom 9. Mai 2011:

http://www.hr-online.de/website/archiv/hessenschau/hessenschau.jsp?t=20110509

 

 

 

 Mossautal | Schrift: - + | Senden | Drucken | 30. April 2011  | Von Kirsten Sundermann

 

 

Was aus der Wirtsgattin alles werden kann

 

Qualifikation: Ulrike Michel vom Hüttenthaler Gasthaus „Zur Schmelz“ hat sich zur Ernährungsberaterin fortgebildet

HÜTTENTHAL.  | |Laptop statt Schürze heißt es für die Hüttenthaler Wirtsfrau Ulrike Michel immer wieder, seit sie sich für eine umfassende Weiterbildung entschieden hat. Foto: Kirsten Sundermann

Wenn nur jedes Essen so wäre wie Himmel und Erde, das Odenwälder Traditionsgericht. Das enthält weder Gluten noch Laktose, weshalb seine Name in der Speisenkarte gleich dick mit G und L markiert werden konnte. Solche Hinweise auf Allergen-Relevanz der Gerichte finden sich in den Auslagen des Hüttenthaler Gasthauses „Schmelz“ – und spiegeln die für einen Traditionsbetrieb auf dem Land ungewöhnliche Qualifikation der Wirtsfrau: Ulrike Michel ist Ernährungsberaterin.
Mindestens ebenso bemerkenswert wie dieses Fachkönnen erscheint dabei die Art und Weise, wie es die Odenwälderin erworben hat. Denn gelernt hat Michel parallel zur Arbeit im eigenen Betrieb und zu ihren familiären Aufgaben – an der Fernakademie für Erwachsenenbildung. Das hat die Wirtsfrau so vorbildlich getan, dass sie vom Dachverband der Fernlehr-Institute in Deutschland, dem Forum Distanc-E-Learning, nun zur Fernlernerin des Jahres ernannt worden ist.
Für das Studium der Ernährungsberatung hatte sich Ulrike Michel entschieden, weil ihr aufgefallen war, dass immer mehr Menschen an Neurodermitis leiden. Auch die eigenen drei Kinder waren in jungen Jahren davon betroffen. Dank des Kontakts zu einer fortschrittlichen Kinderärztin und Autorin des Buchs „Neurodermitis natürlich behandeln“, Sigrid Flade, erkannten die Eltern, dass die Kinder unter anderem unter Laktose- und Glutenunverträglichkeit litten, und stellten bereits Mitte der neunziger Jahre die Ernährung der Kleinen komplett um.

Industriell gefertigte Süßigkeiten waren fortan verpönt, ebenso Weizenprodukte oder Nahrungsmittel, die aus Kuhmilch hergestellt worden waren. Ziegenmilch blieb erlaubt, und der Weizen wurde durch Mehl und Flocken aus Reis, Hafer, Gerste oder Buchweizenmehl ersetzt. „Schmeckt zwar ein bisschen wie Pappe“, fanden anfangs zwar alle, aber mit Pfiffigkeit und Fantasie ließen sich dann doch einigermaßen leckere Gerichte zaubern. Und vor allem: Die Haut der Kinder wurde wieder gesund.
Derweil begannen auch die Gäste bei der Essensbestellung immer mehr Einschränkungen zu machen, weil sie „dieses nicht, und jenes ebenfalls nicht“ vertrugen, wie die gelernte Restaurant-Fachfrau und staatliche geprüfte Betriebswirtin Michel erkannte. Da kam ihr eine Anzeige der Fernakademie für Erwachsenenbildung in Hamburg gerade recht. Vierzehn dicke Arbeitshefte wollten während des Studiums durchgearbeitet werden, Michel büffelte dafür täglich rund zwei Stunden lang meist zwischen 6 und 8 Uhr morgens alles Wissenswerte über Grundlagen der Ernährungslehre, Lebensmittelkunde, Anatomie und Physiologie, Ernährung und Prävention, Alternative Ernährungsformen. Darüber hinaus besuchte die Fernlernende zwei Seminare in Hamburg.
Nach erfolgreichem Abschluss nahm sich die frisch gebackene Ernährungsberaterin zusammen mit Küchenchef und Ehemann Gernot Michel umgehend die Speisenkarte des Hauses vor. Nun gibt es gekennzeichnet-unbedenkliche Gerichte, und andere können nach Absprache mit der Wirtin gluten- oder laktosefrei gestaltet werden. Indem das Schnitzel oder die Forelle eben nicht paniert und auch nicht in Butter ausgebraten wird. Und für Gäste, die kein Glutamat vertragen, hält Michel einen Spezial-Soßen-Vorrat parat.
Derweil hat sich Ulrike Michel schon zu lange darüber geärgert, dass industriell vorgefertigte Gerichte nicht nur traditionelle Kochkunst verdrängen. Also hat sie eine Chance, hier aufklärerisch tätig zu sein, am Schopf gepackt: An der Heinrich-Böll-Schule in Fürth/Kreis Bergstraße gibt sie an drei Vormittagen in der Woche jeweils zwei Stunden lang Kochunterricht für Dreizehn- bis Fünfzehnjährige.
Ulrike Michel hat derweil schon wieder neue Freude am Weiterlernen entdeckt. Deshalb hat sie sich bereits für ein weiteres Fernstudium eingeschrieben. Psychologie soll es dieses Mal sein.







 

 

Presseinformation – 23. März 2011

Außergewöhnlicher Einsatz für die Gäste – Gastronomin für Weiterbildungsengagement ausgezeichnet

Ulrike Michel (47) aus Mossautal im Odenwald erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2011 in der Kategorie „Fernlernerin des Jahres“

Seit 20 Jahren führt Ulrike Michel aus dem Odenwald gemeinsam mit ihrem Mann das gut laufende Gasthaus „Zur Schmelz“. Die steigende Nachfrage nach gesundheitsbewusster Ernährung weckte in ihr jedoch das Interesse, sich speziell in diesem Bereich weiterzubilden. So belegte die gelernte Restaurantfachfrau einen Fernlehrgang zur Ernährungsberaterin an der Fernakademie für Erwachsenenbildung und wandte das neue Fachwissen erfolgreich auf ihre Speisekarte an. Den Fernlehrgang hat Ulrike Michel neben einer Sechs-Tage-Woche im Gasthaus und drei Kindern absolviert – und mit Bestnote bestanden. Die Mühe hat sich für die Gastronomin voll und ganz ausgezahlt: Das Lokal verzeichnet höhere Umsätze, der Gästestamm ist deutlich gewachsen und als Vertretungslehrerin in Kochen und Ernährungslehre an einer Gesamtschule konnte sie sich ein zweites Standbein aufbauen.

Ulrike Michel beeindruckte die unabhängige Jury des Forum DistancE-Learning mit dem Engagement und der Zielstrebigkeit, mit der sie ihren Fernlehrgang absolvierte. Dafür wird sie mit dem Studienpreis DistancE-Learning in der Kategorie „Fernlernerin des Jahres“ ausgezeichnet. Der Preis wird ihr am 6. April 2011 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Berlin übergeben.

Das gemeinsam mit ihrem Mann geführte Restaurant ist erfolgreich, doch Ulrike Michel wollte mehr: „Ich wollte Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten wieder Lust auf den Restaurantbesuch machen“, begründet die Gastronomin ihr außergewöhnliches Engagement. Mit dem Fernlehrgang zur Ernährungsberaterin an der Fernakademie für Erwachsenenbildung eignete sie sich umfassendes Know-how an und hält seitdem einen besonderen Service für ihre Restaurantgäste bereit: Neben hochwertigen Speisen und Produkten aus der Region bietet die Lehrgangsabsolventin nun auch kompetente Beratung in Ernährungsfragen an und stimmt die Bestellungen auf individuelle Bedürfnisse ab. Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten können gluten- und laktosefreie Gerichte auf der Speisekarte auf den ersten Blick erkennen, und für Gäste mit anderen Unverträglichkeiten stellt Ulrike Michel persönliche Menüs zusammen.

Nicht nur in Bezug auf ihr Lokal hat sich der Fernlehrgang für die 47-Jährige ausgezahlt. Sie unterrichtet zusätzlich sechs Stunden pro Woche Kochen und Ernährungslehre an einer Gesamtschule. Aktuell absolviert sie ein Fernstudium der Psychologie, um ihre Ernährungsberatung mit psychologischen Kenntnissen untermauern zu können. „Die Entscheidung, einen Fernlehrgang zu machen, war für mich genau die richtige“, resümiert die glückliche Studienpreisträgerin.

 

 

 

Der Studienpreis DistancE-Learning – eine Auszeichnung mit Tradition

Bereits seit 1985 verleiht das Forum DistancE-Learning die Titel „Fernlernerin des Jahres“ und „Fernlerner des Jahres“. 1988 schrieb der Fachverband erstmals den „Studienpreis Lebenslanges Lernen“ aus. Er geht jährlich an Menschen, die auf beeindruckende Weise bewiesen haben, wie kontinuierliches Fortbildungsengagement mit beruflichem und privatem Erfolg und Zufriedenheit belohnt wird. Darüber hinaus wird bei preiswürdigen Nominierungen der „Jugendpreis Fernlernen“ vergeben, und zwar an Jugendliche, die sich mithilfe von DistancE-Learning erfolgreich auf einen staatlichen Schulabschluss vorbereitet haben. In unregelmäßigen Abständen wird zudem der Sonderpreis „Lernen mit Handicap“ vergeben, um auf die besondere Lernsituation von Menschen mit Handicaps aufmerksam zu machen und deren herausragendes Lernengagement zu würdigen. Um das Potenzial von DistancE-Learning auf Hochschulniveau zu dokumentieren, vergibt der Fachverband seit 2005 den Studienpreis DistancE-Learning auch in der Kategorie „Fernstudentin des Jahres“ sowie „Fernstudent des Jahres“.

Neben den Absolventen-Preisen gibt es seit 2005 noch drei weitere Kategorien: „Innovation des Jahres“ für Best-Practice-Anwendungen in der Wirtschaft, „Service des Jahres“ für herausragende Serviceleistungen von DistancE-Learning-Anbietern, die einen deutlichen Schritt über die Verbraucherschutzbestimmungen hinausgehen sowie „Publikation des Jahres“ – eine Auszeichnung für Fachleute, die sich durch Veröffentlichungen oder wissenschaftliche und bildungspolitische Aktionen für die Entwicklung und Etablierung von DistancE-Learning engagieren.

Die Jury des Studienpreises DistancE-Learning

Die Jury des Studienpreises DistancE-Learning besteht aus den ständigen Mitgliedern Dr. Martin H. Kurz, Präsident des Forum DistancE-Learning, Ludwig Pelzer, Leiter der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU), Dr. Henning Kappel, Leiter des Fernstudienzentrums der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main sowie Preisträger des Studienpreises „Publikation des Jahres 2005“, Claus Wachenheim, Vice President Human Ressources der Lufthansa Cargo AG sowie Eduard Wörner, Ltd. RegSchulDir (AD), Regierung Unterfranken, Würzburg. Dazu kommen fünf jährlich wechselnde per Losverfahren festgelegte Mitglieder des Fachverbandes Forum DistancE-Learning.

Der Fachverband Forum DistancE-Learning

Das Forum DistancE-Learning – Der Fachverband für Fernlernen und Lernmedien e. V. ist im November 2003 aus dem seit 1969 bestehenden Deutschen Fernschulverband e. V. (DFV) hervorgegangen. Seine zurzeit über 100 Mitglieder sind Experten des mediengestützten und tutoriell betreuten Lernens – seien es Unternehmen, Institutionen oder Privatpersonen. Damit bietet der Verband eine gemeinsame Gesprächs- und Aktionsplattform für die DistancE-Learning-Branche.

Insgesamt beträgt der Marktanteil der im Fachverband organisierten Fernlehrinstitute knapp 90 Prozent, das heißt: Fast neun von zehn Fernlerner/-innen in Deutschland profitieren vom verbandsinternen Informationsaustausch ihres Anbieters. Das Forum DistancE-Learning versteht sich als erster Ansprechpartner für Politik, Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Durch wissenschaftliche und bildungspolitische Aktionen sollen die öffentliche Diskussion angeregt und Impulse für Innovationen gesetzt werden.

Das Forum DistancE-Learning wurde aufgrund seiner exzellenten und innovativen Verbandsarbeit als Verband des Jahres ausgezeichnet.