Herzlich Willkommen im Gasthaus zur Schmelz
 

 



Familie Michel - seit 250 Jahren Wirtsleute in der „Schmelz“!

 

Am 10. Oktober 1766 kaufte Johann Georg Michel die „Schmelz“ mitsamt dem Recht zum Ausschank von Bier und Branntwein. Die Gastwirtschaft diente jedoch bis in die 1950er Jahre hinein nur dem Nebenerwerb. Die Besitzer waren Maurer, Leineweber oder Wagner von Beruf, eine kleine Landwirtschaft gehörte bis in die 60er Jahre auch dazu.

 

Viele der älteren Gäste kennen unser Haus noch als Pension. Bis Ende 1990 beherbergten die Michels in 10 Fremdenzimmern Urlaubsgäste aus Frankfurt, Mannheim, Ludwigshafen, Mainz, Worms, Speyer…. Wenn die Verkehrsverbindung mit der Bahn schlecht war, wurden sie vom Wirt persönlich mit dem Auto daheim abgeholt und auch wieder heimgefahren.

 

Seit 1990, inzwischen in der 7. Generation, betreibt Gernot Michel mit seiner Familie das Lokal, das sich zu einer beliebten Speisegaststätte mit regionaler Küche entwickelt hat.

   

Woher kommt der Name „Zur Schmelz“?

 

Auf dem Grundstück des heutigen Gasthauses stand vom dreizehnten bis ins achtzehnte Jahrhundert hinein eine Eisenschmelze. Nach einer wechselvollen Geschichte – der Betrieb kam mehrmals zum Erliegen, die Gebäude wurden zerstört und wieder aufgebaut – hörte schließlich in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts die Eisenverhüttung in Hüttenthal (daher auch der Ortsname) ganz auf.

 

Im Jahre 1764 wurde auf dem wüst liegenden „Schmelz - Platz bey Hiltersklingen“ ein Wohnhaus errichtet, das ein Vorfahr des heutigen Besitzers zwei Jahre später kaufte und damit gleichzeitig die Genehmigung für den Ausschank von Branntwein und Bier erwarb. Das war die Geburtsstunde unseres Gasthauses.

 

Unserem Haus gegenüber, im Garten unseres Nachbarn Fred Reidt, steht das Modell einer mittelalterlichen Hochofenanlage, ähnlich der, die einmal hier gestanden haben muss.

Das Erz, das wahrscheinlich von dem Bergwerk in Weschnitz herangeschafft wurde, musste auf dem Erzplatz zerkleinert und in der Erzwäschevon taubem Gestein befreit werden. Über eine schräge Holzbühne wurden Erz, Holzkohle und Zuschlag (Kalk) zur Gischt des aus Lehm gemauerten Ofens hinaufgeschleppt. Das beim Abstich flüssige Eisen wurde in Sandformen gegossen, die die Form langer, dicker Eisenstäbe besaßen. Damit im Schmelzofen die nötige Hitze erzeugt werden konnte, mussten Blasebälge, von einem Wasserrad angetrieben, Luft in die Glut fauchen. Diese Anlage befand sich in einem Nebengebäude.

 

Am anderen Ende des Ortes Hüttenthal stand eine Hammerschmiede. Auch dort, auf dem Grundstück der Familie Horst Tischler, steht ein Modell. Unter dem vom Wasserrad getriebenen Fallhammer wurde das Eisen bearbeitet, aus dem dann  in der Schmiede Werkzeuge und Gerätschaften hergestellt wurden.